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Rotator, Vinyl, Expertentipps
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Expertentipps: Vinyl verlegen

Vinyl verlegen ist keine große Kunst. Mit etwas handwerklichem Geschick und der richtigen Vorbereitung kann jeder einen Vinylboden selbst verlegen. Moderne Klick- Vinyldielen werden wie Laminat schwimmend, das heißt, ohne zusätzliche Verklebung, verlegt. Nur in Feuchträumen und Räumen mit großen Fensterflächen und starker Sonneneinstrahlung ist eine vollflächige Verklebung empfehlenswert. 

Vinyl verlegen - Werkzeug und Material

Zum Vinyl verlegen benötigen Sie folgende Werkzeuge

  • Ein Maßband oder einen Zollstock
  • ein scharfes Cuttermesser
  • einen Gummihammer
  • einen Winkel zum Schneiden gerader, rechtwinkliger Kanten
  • einen Schlagklotz
  • ein Zieheisen und 8 bis 10 mm breite Abstandhalter

Zum Schneiden in Längsrichtung kann ein langes Lineal aus Aluminium verwendet werden. Zum Anfertigen der Öffnungen für Heizungsrohre eignet sich am besten ein Forstnerbohrer.

Rechnen Sie beim Kauf des Bodenbelages mit einem Verschnitt von etwa 6 bis 10 %. Vor dem Vinyl verlegen sollten Sie die Pakete mit den Dielen für mindestens 48 Stunden im dafür vorgesehenen Raum lagern, damit sich der Belag akklimatisieren kann. Wenn der neue Boden direkt auf einen mineralischen Untergrund verlegt werden soll, benötigen Sie noch eine PE Folie als Dampfsperre und gegebenfalls eine Trittschalldämmung. Wenn der Hersteller die Verwendung einer druckstabilen Unterlagsbahn vorschreibt, werden keine PE-Folie und Trittschalldämmung benötigt.

 

So einfach verlegen Sie Vinyl:

Schritt 1 - Alte Beläge entfernen und Boden vorbereiten

Vinyl verlegen beginnt mit dem Entfernen der alten Bodenbeläge. Alter Teppichboden und schwimmend verlegtes Laminat eignen sich nicht als Untergrund für einen Vinylboden. Fliesen können als Untergrund für den neuen Belag liegen bleiben, wenn die Fugen ausgeglichen werden. Kleberreste und Reste des Schaumstoffrückens vom Teppichboden müssen ebenfalls entfernt werden. Beschädigte Stellen im Boden können mit einem Reparaturmörtel aufgefüllt und angeglichen werden. Sind die Unebenheiten im Boden größer als 3 mm, muss der Boden insgesamt ausgeglichen werden. Zum Abschluss der Vorbereitung wird der Boden abgesaugt pder abgekehrt. 

Schritt 2 - Dampfsperre, Trittschalldämmung oder Unterlagbahnen einbauen

Falls erforderlich, wird zunächst die PE- Folie auf den Boden verlegt. Die Bahnen sollen etwa 20 cm überlappen und 4 bis 5 cm an den Wänden hochstehen. Anschließend wird die Trittschalldämmung ohne Überlappung ausgelegt. Je nach Hersteller des Vinyl- Belages wird die Verwendung einer druckstabilen Unterlagsbahn vorgeschrieben, die verhindern soll, dass die Verbindungsstellen der Vinyldielen brechen. Unterlagsbahnen werden immer in Längsrichtung der Vinyldielen verlegt. Die Fugen sollten mit einem Alu- Dichtband verklebt werden.

Schritt 3 - Vinyl verlegen

In welche Richtung die Vinyldielen verlegt werden, ist Geschmackssache. Je nach Ausrichtung kann ein Raum länger oder breiter wirken. Grundsätzlich sollten bei großen Räumen nach etwa 8 Metern in Richtung der Dielenbreite und etwa nach 10 Metern in Richtung der Dielenlänge eine Dehnngsfuge vorgesehen werden. Die Dehnungsfuge wird später mit einem Übergangsprofil abgedeckt. Ebenso sollte zu angrenzenden Bodenbelägen eine Dehnungsfuge eingeplant werden. 

Je nach Herstellervorgabe beginnen Sie beim Vinyl verlegen in einer linken oder rechten Ecke des Raumes. Die Federn der Dielen zeigen bei der ersten Reihe immer zur Wand. Ein Abstandhalter wird an der Stirnseite der ersten Diele und zwei oder drei an der Längsseite zwischen Diele und Wand platziert. Anschließend werden die weiteren Dielen jeweils mit der Stirnseite in die vorhergehende Diele eingeklickt und Abstandshalter zwischen Wand und Diele platziert. Am Ende der ersten Reihe muss die letzte Diele in der Regel zugeschnitten werden. Drehen Sie dazu die letzte Diele um und legen Sie diese Diele neben die erste Reihe, sodass die Feder zur Wand zeigt. Achten Sie dabei auf den Abstand zur Wand. Mit dem Winkel oder Lineal und dem Cuttermesser wird die benötigte Länge angeritzt. Nach dem Anritzen kann die Diele einfach abgeknickt werden. 

Das Reststück der ersten Reihe dient als Anfang für die zweite Reihe. Das erste Stück sollte nicht kürzer als 10 cm sein. Besser ist eine Länge von 20 bis 30 cm. Gegebenfalls muss eine neue Diele entsprechend gekürzt werden, um sie für den Anfang zu nutzen. Die Vinyldielen in der zweiten Reihe werden zunächst an der Stirnseite eingeklickt. Danach wird die Reihe angehoben und an der Längsseite in die erste Reihe eingeklickt. Die weiteren Reihen werden auf die gleiche Weise verlegt. 

Löcher für Heizungsrohre bohren Sie am besten mit einem Forstnerbohrer auf einer geeigneten Unterlage. Messen Sie dazu den Abstand zur Wand bis zur Mitte des Heizungsrohres abzüglich der Breite des Abstandhalters und den Abstand zur nächsten Bodendiele. Schneiden Sie danach den Schlitz in der Breite des Bohrungsdurchmessers bis zur Außenkante der Diele. Den ausgeschnittenen Streifen können Sie nach dem Verlegen der Diele von hinten wieder einfügen. 

Schmale Reihen Vinyl zuschneiden und verlegen

Bei einer Reihe, die zum Teil, beispielsweise wegen eines Mauervorsprungs schmaler sein muss, beginnen Sie mit der Diele, an der die Ecke ausgeschnitten wird. Danach werden die schmaleren Dielen zunächst mit der Oberseite nach unten und dem entsprechenden Abstand zur Wand aufgelegt, sodass die benötigte Breite der Zuschnitte markiert werden kann. Danach werden die Dielen mit ganzer Breite in die andere Richtung verlegt. 

Falls eine schmale Abschlussreihe erforderlich ist, werden die Dielen der letzten Reihe zunächst mit der Oberseite nach unten auf die bereits verlegten Bodendielen aufgelegt, um die Breite für die Zuschnitte zu ermitteln. Mit dem Zieheisen und dem Gummihammer werden die Zuschnitte dann in die vorhergehende Reihe eingeklickt. 

Fehler beim Vinyl verlegen vermeiden

Der wichtigste Punkt beim Vinyl verlegen ist die Vorbereitung des Bodens. Der Untergrund sollte möglichst eben sein. Bei Unebenheiten, die größer als 3 Milimeter sind, können die Verbindungen zwischen den Dielen beim Betreten brechen. Beim Vinyl verlegen selbst ist nur wenig zu beachten. Wichtig ist, dass die Dielen genügend Zeit zum Akklimatisieren haben. Die Raumtemperatur beim Vinyl Verlegen sollte mindestens 18 Grad und nicht mehr als 28 bis 30 Grad betragen. 

Zum Vinyl verlegen wird nicht viel Werkzeug und nur etwas handwerkliches Geschick benötigt. Vinyldielen können problemlos mit einem scharfen Cuttermesser zugeschnitten werden und durch das Klicksystem schnell verlegt werden. Je nach Beschaffenheit des Untergrundes können selbst größere Flächen innerhalb eines Tages neu gestaltet werden.