Sickerrohr

Sickerrohre – für einen effektiven Schutz von Gebäuden

Grund- und Regenwasser kann für Gebäude zu einem ernsten Problem werden – dann nämlich, wenn das Grundwasser an die Kellerwände presst oder Regenwasser nicht ausreichend im Boden versickern kann. Kommt es zu einem dieser Fälle, ist die Bausubstanz laufend Feuchtigkeit ausgesetzt und kann ernsthaft Schaden nehmen. Eine sehr effektive Lösung für dieses Problem stellen Sickerrohre beziehungsweise Sickerleitungen dar.

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Wie funktionieren Sickerrohre?

Die Funktionsweise von Sickerrohren ist eigentlich denkbar einfach: Rund um das zu schützende Gebäude werden im Boden Rohre platziert, die feine Öffnungen in der Außenwand haben. Über diese Öffnung dringt das Wasser in die Rohre und wird dann abgeleitet – entweder in die Kanalisation oder in eine Sickergrube.

Um eine ausreichende Druckfestigkeit zu erreichen, werden Sickerrohre meist aus festen Kunststoffen wie Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyethylen mit hoher Dichte (PE-HD) hergestellt. Es sind allerdings auch Sickerrohre aus Faserzement und Steinzeug erhältlich.

Was gibt es bei der Installation von Sickerrohren zu beachten?

Die Funktionsweise von Sickerrohren mag einfach sein, bei der Installation eines Sickersystems gibt es allerdings einiges zu beachten. Sollte die Verlegung nicht absolut fachgerecht erfolgen, können Fehler entstehen, die sich nur mit einem beträchtlichen baulichen Aufwand wieder beheben lassen. Das gilt umso mehr, je umfangreicher das Sickersystem angelegt wird. Sollten Sie also nur wenig Erfahrung bei der Verlegung von Rohren haben, kann es durchaus empfehlenswert sein, auf eine eigenhändige Installation des Systems zu verzichten und stattdessen einen Fachmann mit den Arbeiten zu beauftragen.

Zwei Dinge sind bei einem Sickersystem besonders wichtig: ein passendes Gefälle und eine stabile, ausreichend dimensionierte Sickerschicht. Durch das Gefälle wird sichergestellt, dass das Wasser kontinuierlich aus dem System abfließt und sich nicht an einer Stelle staut – an der es schlimmstenfalls wieder aus dem Sickerrohr austritt und schwere Schäden an der Bausubstanz des Gebäudes verursachen kann. Das Gefälle sollte in der Regel zwischen 0,5 und 1 % betragen. Nur wenn regelmäßig sehr große Wassermengen abtransportiert werden müssen, kann unter Umständen ein stärkeres Gefälle sinnvoll sein. Zudem muss bei einer Installation an allen Gebäudeseiten natürlich sichergestellt sein, dass das Wasser über die Rohre zusammengeführt und dann abgeleitet wird. Dazu sollte eine Ecke des Gebäudes als Hochpunkt bestimmt werden, die schräg gegenüberliegende Ecke als Tiefpunkt. So kann das Wasser mit Hilfe des Gefälles vom Hochpunkt über zwei Wege entlang der Gebäudewand zum Tiefpunkt geleitet werden.

Das zweite wichtige Element bei einem Sickersystem ist die Sickerschicht. Diese muss sich rund um die Öffnungen der Sickerrohre befinden. Sie besteht aus einem bodenstabilen Material, das vom Wasser nicht ausgewaschen werden kann, und sorgt dafür, dass das Wasser ungehindert in die Sickerrohre fließen kann. Zudem übernimmt sie eine Filterfunktion und verhindert, dass die Öffnungen der Rohre durch vom Wasser mitgeführte Feinstoffe verstopft werden. Häufig wird neben der Sickerschicht auch noch eine eigene Filterschicht eingezogen, sodass die Sickerschicht nur eine grobe Filterfunktion hat.

Alternativen zur Sickerschicht

Der grundlegende Aufbau eines Sickersystems ist immer gleich, allerdings gibt es für die Sickerschicht – zumindest teilweise – zwei Alternativen, die sich etwas leichter installieren lassen. Die erste Variante sind Dränplatten beziehungsweise Dränmatten. Hierbei handelt es sich um Produkte aus einem widerstandsfähigen Kunststoff, deren Oberfläche mit einer Noppenstruktur versehen ist. Das Wasser kann durch die Räume zwischen den Noppen nach unten zum Sickerrohr fließen, wo es von einer – deutlich kleineren – Sickerschicht aufgenommen und zum Sickerrohr geleitet wird. Als zweite Alternative kommen Sickersteine in Frage. Hierbei handelt es sich um Betonstein mit durchgehenden Löchern, über die das Wasser nach unten abgeführt wird. Dort wird es auch bei dieser Variante von der Sickerschicht aufgenommen und abgeleitet.

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