Dämmstoffe

Vielseitig in Form und Funktion

Im Hochbau werden verschiedene Dämmstoffe eingesetzt, die ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen. Besonders wichtig sind in diesem Bereich aber der Schallschutz und die Wärmedämmung. Hier stehen Ihnen zahlreiche Varianten und Möglichkeiten offen, die jeweils auf gewisse bauliche Voraussetzungen abgestimmt sind. Viele der Baustoffe können allerdings auch recht universell eingesetzt werden. Gerade bei Kellergeschossen im privaten Baubereich – die klassisch ja nicht zum Hochbau zählen – finden oftmals Dämmstoffe Verwendung, die der Kategorie Hochbau zugerechnet werden. Das zeigt, wie schwierig eine klare Trennung von Hoch- und Tiefbaustoffen mitunter ist, verdeutlicht aber auch, dass eine solche Unterscheidung nicht immer getroffen werden muss.

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Guter Schallschutz für gute nachbarschaftliche Beziehungen

In Bürogebäuden und Einfamilienhäusern ist ein effektiver Schallschutz wichtig, schließlich sollen Straßen- oder Fluglärm nicht den Schlaf oder die Arbeit stören. Noch viel wichtiger ist der Schallschutz aber in Mehrfamilienhäusern, denn hier muss nicht nur der Lärm von außen abgeschirmt werden, sondern auch die Geräusche der anderen Bewohner. Man unterscheidet dabei zwischen Trittschalldämmung und Schallschutzdämmung für die Wand. Bei Letzterer kommt häufig Steinwolle zum Einsatz, die zu einer stabilen Platte verdichtet wird. Dabei bleibt der Werkstoff dennoch flexibel und kann so den Schalldruck ideal aufnehmen, ohne ihn weiterzuleiten. Solche Platten werden insbesondere bei zweischaligen Trennwänden zwischen Häusern und Wohnungen verwendet.

Bei der Trittschalldämmung kommen neben dem eigentlichen Schallschutz noch weitere Anforderungen hinzu – vor allem in Bezug auf die Belastbarkeit. Idealerweise wird der Trittschallschutz unter dem Estrich verlegt und erfüllt so zugleich eine Wärmedämmfunktion. Da so ein Austausch der Platten aber sehr aufwändig wäre, müssen sie absolut formstabil sein und auch starken Belastungen standhalten. Steinwolle – entsprechend verdichtet – erfüllt diese Voraussetzungen, aber auch Holzfaser- und EPS-Platten kommen in Frage. EPS und Steinwolle bieten den zusätzlichen Vorteil, dass sie nur sehr schwer entflammbar sind, während Holzfasern besonders widerstandsfähig gegenüber mechanischen Belastungen sind.

Wärmedämmung im Innenbereich – zwei Möglichkeiten, ein Ziel

Grundsätzlich ist eine Wärmedämmung an der Außenwand von Gebäuden zwar vorzuziehen, oftmals ist das aber aus gesetzlichen Gründen oder aufgrund baulicher Voraussetzungen nicht möglich. Gerade bei – eventuell auch noch denkmalgeschützten – Altbauten ist eine Außendämmung nicht immer zulässig oder sinnvoll. Alternativ kann hier die Wärmedämmung im Innenbereich erfolgen – das ist günstiger als eine Außendämmung, allerdings meist auch nicht ganz so effektiv.

Als mögliche Werkstoffe kommen hier Wärmedämmplatten und Trockenschüttungen in Frage. Wärmedämmplatten für den Innenbereich sind häufig aus XPS gefertigt und daher sehr formstabil und unempfindlich gegenüber Wasser. Sie eignen aus diesem Grund auch für Feucht- und Kellerräume sowie den Außenbereich. Nachteilig bei dieser Art der Innendämmung ist, dass sich häufig ein Eindringen von Feuchtigkeit nicht verhindern lässt. Die Feuchtigkeit kondensiert dann an der kühleren Außenmauer und kann hier zu Schimmelbildung führen. Eine Dampfsperre kann das Eindringen der Feuchtigkeit zwar verhindern, muss aber sehr gut ausgeführt werden, um eine effektive Wirkung zu erzielen.

Trockenschüttungen bestehen aus einem feinkörnigen Material, das vor allem als Wärmedämmung an schwer zugänglichen Stellen wie Balkenzwischenräumen und Kabel- oder Rohrkanälen zum Einsatz kommt. Das Dämmmaterial wird dazu einfach in die entsprechenden Hohlräume geschüttet und gegebenenfalls noch etwas verdichtet. Gerade bei Holzbalkendecken können Trockenschüttungen aber auch großflächig angewandt werden und dienen hier zugleich dem Trittschallschutz. Vorteilhaft sind hier vor allem die einfache Anwendung und die gute Dämmwirkung, dafür lassen sich Schüttungen nicht in jedem Bereich sinnvoll einsetzen.

Für jede Dämmung die passende Befestigung

Trockenschüttungen müssen, wie der Name schon sagt, nicht noch gesondert befestigt werden, Schall- und Wärmedämmplatten allerdings schon. Hierfür bieten sich spezielle Betonschrauben an, die zum einen eine entsprechende Länge und zum anderen einen besonders breiten Kopf haben müssen, der die Dämmplatten sicher an ihrem Platz hält. Alternativ lassen sich viele Dämmplatten aber auch einfach anbetonieren – das erleichtert die Anbringung, erschwert aber bei einer möglichen Renovierung das Lösen der Platten.

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